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Geschichte

Peking nach Paris und weitere große Abenteuer

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Peking nach Paris im Jahre 1907

Wer verabredet sich, diesen Sommer von Paris nach Peking per Automobil zu reisen?

Le Matin Zeitung - 31. Januar 1907

Am 10. Juni 1907 haben sich elf Männer in fünf Autos, die in der französischen Botschaft in Peking (heute Beijing) zusammengebaut wurden, auf den Weg begeben zu einer Rally, die später als eine der bedeutendsten in die Geschichte eingehen sollte.

Peking nach Paris

Der ursprüngliche Vorschlag von Le Matin war, von Paris nach Peking zu fahren, wurde jedoch später umgekehrt um die Sommerregen in Nordchina zu meiden. Für die folgenden Monate sollte Peking nach Paris die Herzen und Fantasie der Europäer erobern.

Die Teilnehmer standen anspruchsvollen Herausforderungen gegenüber. Seit die ersten Motor-Fahrzeuge erfunden wurden waren erst 20 Jahre vergangen und nur wenige konnten sich vorstellen, dass diese Vehikel zwei Kontinente durchqueren konnten oder später zu dem globalen Problem werden könnten, das sie heute darstellen.

Treibstoff und Ersatzteile wurden zu Fuß, per Esel und Kamel vorangeschickt um die Fahrzeuge bis Ulaan Baatar, der mongolischen Hauptstadt, zu versorgen. Die Autos wurden hauptsächlich durch Tiere und Menschen über die Bergpässe befördert und gezogen. Das Contal Dreirad wurde in der Wüste Gobi zurückgelassen, da das Benzin ausging. Die zwei Fahrer sind beinahe druch die Hitze und Durst umgekommen, wurden jedoch von einer vorbeikommenden Kamel-Karavane gerettet. Ein weiteres Fahrzeug blieb ebenfalls stehen, wurde jedoch durch einige Reiter gerettet, die in die aus der nächsten Stadt mit Treibstoff zurückgeschickt wurden.

Peking nach Paris

Von Ulaan Bataar bis zum Ural wurden sie von andauerndem Regen und matschigen Sümpfen eines ungewöhnlich regenreichen siberischen Sommers geplagt. Flüsse wurden per Boot überquert. Die Tour endete für ein Team beinahe, als eine hölzerne Brücke unter der Last des Automobils zusammenbrach. Einmal haben die Fahrer ihre Route auf die zu der Zeit beinahe fertiggestellte Trasse der transsiberischen Eisenbahn verlegt; dieses Unterfangen brachte jedoch seine eigenen Probleme mit sich.

Vier der fünf Fahrzeuge erreichten schließlich Moskau, von wo aus sie sich auf ihren Triumphzug durch Europa nach Paris begaben, wo sie als Helden empfangen wurden. An erster Stelle erreichte das Team bestehend aus Prinz Scorpione Borghese, Luigi Barzini und Ettore Buizzardi, alle aus Italien, Paris, zwei Monate nachdem sie Peking verlassen hatten.

Im selben Jahr noch wurde die Fließbandproduktion des Model T Ford aufgenommen. Die Epoche der handgefertigten Automobile neigte sich ihrem Ende zu, ebenso die Zeit, als ausufernde Ballungsräume noch kein Begriff waren.

Spätere Ereignisse

Der Erfolg des Abenteuers von 1907 machte die Bühne klar für ein viel größeres Event: Den New-York Paris Angriff. Drei Teams aus Deutschland, Italien, Frankreich und den USA traten gegeneinander an auf einer 35.000km langen Strecke über drei Kontinente. Die Autos wurden von Ney York nach San Francisco gefahren, dann ging es per Schiff nach Japa und Vladivostok. Weiter ging es durch Sibirien nach Europa. Charles Goddard, der schon bei Peking Paris mitfuhr, startete ebenso bei diesem Rennen, erreichte jedoch nicht einmal San Francisco.

Die Möglichkeit für weitere große trans-eurasische, motorisierte Abenteuer wurde durch den Beginn des Weltkrieges vernichtet. Ein weiterer Versuch startete kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, war jedoch wegen politischer Gründe, welche die nächsten 5 Dekaden anhalten sollten, nicht von Erfolg gekrönt.

Im Jahre 2005 organisierte eine Gruppe begeisterter Australier und Neuseeländen "The great 2005 Peking to Paris expedition", auf den Spuren der ursprünglichen Expedition. Die meisten Fahrzeuge waren Originale aus 1907. Die Ausnahme stellte das Contal Dreirad, von dem kein Exemplar mehr aufzufinden war. Daher wurde es neugebaut, basierend auf Skizzen und Photos. Die Fahrer wurden von Support-Fahrzeugen begleitet und es entstand eine Dokumentations-Serie für das australische Fernsehn.

In 2007 werden verschiedene Automobilclubs und - hersteller Events organisieren. Und zur Feier der kommenden Epoche wird natürlich unsere autofreie Alternative bestehen.

Peking Paris Raid 2007
The great 2005 Peking to Paris expedition
Ettore Guizzardi

Vive La Vélorution!

Two kids, and rice
Steamed buns
Cycling Tibet
Ulugrabat Pass

Die ersten Fahrräder mit Pedalen und Kurbeln erschienen in den 1860er Jahren. Sehr beliebt wurden sie in Paris im Sommer 1868 und breiteten sich in der folge rasch in andere Regionen der Welt aus.

Im Jahre 1884 begann Thomas Stephens die erste Weltumrundung mit dem Fahrrad. Er radelte von San Francisco nach Boston, übersetzte nach Europa, von dort ging es weiter nach Persien, Afghanistan, Indien, China und Japan, bevor er sich per Segelschiff auf den Heimweg machte.

Bis zum Jahre 1900 hatten Fahrräder schon dreimal Australien am Stück und schon mehrfach die Welt umrundet und wurden schon mindestens zweimal vom Lake Victoria im Herzen Afrikas bis zum Indischen Ozean gefahren.

Ein Jahrhundert später dauern die Abenteuer an. Im Jahre 1996 fuhr Göran Kropp von Schweden zum Mt. Everest und bestieg denselben ohne Träger. Danach radelte er nach Schweden zurück.

Der Weltrekord für die weiteste zurückgelegte Distanz per Rad wird vom Deutschen Heinz Stüke gehalten. Er ist beinahe ohne Unterbrechung seit 1960 unterwegs. In dieser Zeit hat er beinahe jedes Land der Welt ausgiebig erkundet.

Über 5,5 Milliarden Menschen dieser Erde leben autofrei. Die jährliche Fahrradproduktion liegt bei über 100 Millionen Stück mit steigender Tendenz, verglichen mit 50 Millionen Autos jährlich. Während Autofahrer im Verkehr festsitzen und sich über Benzinpreise echauffieren, können wir freudig unseren Weg durch entlegenste und äußerst interessante Regionen dieser Erde gehen bzw. aus eigener Kraft fahren

Ken Kyfer's Bike pages (englisch)
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